Der Rathenower Torturm wurde zum Ende des 14. Jahrhunderts im Norden der Altstadt erbaut und hatte wie auch die anderen Türme eine Schutzfunktion. Am Rathenower Torturm wurden etwa 200 Jahre später wesentliche bauliche Veränderungen vorgenommen. Mit seinem Grundriss des Turms hat die Form eines unregelmäßigen Vierecks. Das 28 m hohe Bauwerk besitzt ein spitzes Kegeldach und ist zur angrenzenden Fahrbahn etwas seitlich versetzt. Er ähnelt dem Plauer Tortorm in seine Bauweise sehr. Der Turmdurchgang des Rathenower Torturms wurde erst bei den Restaurierungsarbeiten 1910-1911 geschaffen. Ursprünglich war dieser Durchgang nicht vorhanden. In das erste Geschoss des Turmes gelang man nur vom Wehrgang aus und ebenfalls über den Boden des ersten Obergeschosses. Die Stadtmauer am Walther-Rathenau-Platz reicht auch jetzt noch bis an den Rathenower Torturm heran.
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