Der Steintorturm befindet sich am Stadtkanal. Er ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst, das um 1430 erbaut wurde. Seit dem Jahre 1887 nutzte der Historische Verein den Turm für seine Sammlungen und erste Ausstellungen. Nach dem Umzug des Historischen Vereins in das „Frey-Haus“ in der Ritterstraße im Jahre 1922 war es lange Zeit ruhig in den Gemäuern des Turmes, ehe 1964 wieder Ausstellungen in die Räumlichkeiten einzogen. Seit 2001 beherbergt der ehemalige Wehrturm die ständige Ausstellung “Entlang der Havel - Schiffe, Schiffer, Traditionen“ - Zur Geschichte der Brandenburger Havelschifffahrt. Dabei spielt neben der traditionellen Schifffahrt und ihren Fest-Traditionen auch der Schiffbau der Gebrüder Wiemann bzw. der Volkswerft „Ernst Thälmann“ in der Stadt Brandenburg bis 1962 sowie die Ausflugsschifffahrt eine wichtige Rolle. Der Steintorturm in der Neustadt, in der Nähe der Stadtschleuse erreicht eine Höhe von 28,5 Metern und gilt mit seinem kegelförmigen Helm sowie dem aufgesetzten Zinnenkranz als der größte und mächtigste der Brandenburger Tortürme. Er diente zur damaligen Zeit als Teil der mittelalterlichen Wehranlage der Stadt. Der Durchmesser des Steintorturmes beträgt 11 Meter und die untere Mauerstärke 3,5 Meter. Dies verdeutlicht den Wehrcharakter des Turmes. Die Treppen innerhalb des viergeschossigen Turmes sind in die Mauern integriert.
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