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Bodenrichtwerte in Brandenburg: 25 Städte im Vergleich

Was ist Bauland in Potsdam, Cottbus oder Brandenburg an der Havel amtlich wert – und wie hat sich das seit 2016 verändert? Wir haben die Bodenrichtwerte der 25 einwohnerstärksten Städte des Landes ausgewertet.

Bodenrichtwerte zum 1. Januar 2026 · Wohnbauland · Quelle: Gutachterausschüsse im Land Brandenburg

×4,0stärkster Anstieg seit 2016 (vergleichbare Zonen): Bernau bei Berlin und Strausberg
600 €/m²höchster Mittelwert: Potsdam
45 €/m²niedrigster Mittelwert: Spremberg
110 €/m²Brandenburg an der Havel, +5,0 % zum Vorjahr

Das Wichtigste in Kürze

  • Berliner Umland vorn: In Bernau und Strausberg liegen die Bodenrichtwerte heute beim Vierfachen von 2016. In Zossen, Teltow, Königs Wusterhausen, Werder, Ludwigsfelde, Oranienburg und Potsdam haben sie sich mindestens verdreifacht.
  • Großes Gefälle: Der Bodenrichtwert für Wohnbauland liegt in Teltow im Mittel bei 525 €/m², in Spremberg bei 45 € – fast das Zwölffache. In Cottbus, Senftenberg, Schwedt und Spremberg stiegen die Richtwerte in zehn Jahren um rund 20 bis 60 Prozent.
  • Der Höhepunkt liegt hinter uns: Zum 1. Januar 2026 blieben die Richtwerte fast überall unverändert. In Falkensee wurden sie in nahezu allen Wohnlagen gesenkt (im Mittel −5,9 %). Die tatsächlich gezahlten Preise für Bauland liegen in Potsdam und im Süden des Barnim bereits deutlich unter dem Stand von 2022.
  • Brandenburg an der Havel: Die Richtwerte haben sich seit 2016 verdoppelt und stiegen zum 1. Januar 2026 als eine von wenigen Städten weiter (+5 %). Mit im Mittel 110 €/m² liegen sie trotzdem bei weniger als einem Fünftel von Potsdam.

Alle 25 Städte

Die Tabelle lässt sich über die Spaltenköpfe sortieren. Der Wert „Mittel“ ist der Median aller Wohnbauzonen einer Stadt; die Spanne reicht von der günstigsten bis zur teuersten Zone.

Spanne
Bernau bei Berlin 340 € 140–440 € ×4,0 ±0,0 % 44.706
Strausberg 280 € 160–500 € ×4,0 ±0,0 % 27.765
Zossen 190 € 90–400 € ×3,7 ±0,0 % 21.558
Teltow 525 € 360–700 € ×3,6 ±0,0 % 27.698
Königs Wusterhausen 325 € 200–700 € ×3,5 ±0,0 % 39.590
Werder (Havel) 180 € 30–410 € ×3,3 ±0,0 % 27.064
Ludwigsfelde 360 € 230–520 € ×3,3 ±0,0 % 29.635
Oranienburg 220 € 70–460 € ×3,3 ±0,0 % 49.824
Potsdam 600 € 75–1.800 € ×3,0 ±0,0 % 185.137
Luckenwalde 109 € 50–180 € ×2,9 −3,6 % 21.077
Fürstenwalde/Spree 195 € 34–300 € ×2,8 ±0,0 % 31.981
Eberswalde 135 € 40–220 € ×2,7 ±0,0 % 41.867
Hohen Neuendorf 350 € 260–430 € ×2,5 +1,2 % 26.819
Neuruppin 140 € 60–550 € ×2,1 ±0,0 % 31.887
Brandenburg an der Havel 110 € 25–370 € ×2,0 +5,0 % 73.945
Cottbus 85 € 15–350 € ×1,6 ±0,0 % 95.140
Senftenberg 55 € 11–130 € ×1,3 ±0,0 % 23.147
Schwedt/Oder 60 € 20–100 € ×1,3 ±0,0 % 33.633
Spremberg 45 € 12–80 € ×1,2 ±0,0 % 20.900
Nauen Zonen neu zugeschnitten, kein Zehnjahresvergleich 90 € 16–400 € – ±0,0 % 19.854
Falkensee Zonen neu zugeschnitten, kein Zehnjahresvergleich 400 € 180–800 € – −5,9 % 46.213
Hennigsdorf Zonen neu zugeschnitten, kein Zehnjahresvergleich 410 € 370–430 € – +7,9 % 26.602
Rathenow Zonen neu zugeschnitten, kein Zehnjahresvergleich 85 € 12–300 € – +6,7 % 24.761
Frankfurt (Oder) Richtwerte seit Jahren kaum fortgeschrieben 60 € 22–220 € – ±0,0 % 56.586
Eisenhüttenstadt Richtwerte seit Jahren kaum fortgeschrieben 68 € 35–125 € – ±0,0 % 24.791

Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im Land Brandenburg 2026 / GeoBasis-DE/LGB, dl-de/by-2-0 (Daten verändert); Auswertung: IMMOBRA GmbH

„seit 2016″: typische Veränderung je Wohnzone vom Stand Anfang 2016 bis 1.1.2026, als Faktor (2,0 = verdoppelt). „–“ heißt: kein belastbarer Vergleich möglich, der Grund steht unter dem Stadtnamen.

Entwicklung seit 2016

Index der Bodenrichtwerte für Wohnbauland, Anfang 2016 = 100. Wählen Sie bis zu fünf Städte.

Städte (bis zu fünf)
Entwicklung der Bodenrichtwerte für Wohnbauland seit 2016, Index Anfang 2016 = 100

Quelle: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im Land Brandenburg 2026 / GeoBasis-DE/LGB, dl-de/by-2-0 (Daten verändert); Auswertung: IMMOBRA GmbH

Richtwert ist nicht Kaufpreis

Bodenrichtwerte werden von den Gutachterausschüssen einmal im Jahr aus den Kaufpreisen der Vergangenheit abgeleitet. Sie folgen dem Markt – mit Verzögerung und oft geglättet. Das zeigt der Vergleich mit den Kaufpreisen, die die Gutachterausschüsse selbst auswerten:

Potsdam: Die Richtwerte für Wohnbauland haben sich seit 2016 verdreifacht. Die tatsächlich gezahlten Preise für Eigenheimgrundstücke stiegen im selben Zeitraum auf das 2,3-Fache – und liegen heute 18 Prozent unter ihrem Höchststand von 2022.

Bernau und Süd-Barnim: In Bernau haben sich die Richtwerte vervierfacht. Die Kaufpreise für Eigenheimgrundstücke im Süden des Barnim (mit Wandlitz und Werneuchen) stiegen im selben Zeitraum auf das 3,2-Fache und sind seit 2022 um 29 Prozent gefallen.

Frankfurt (Oder): Umgekehrt. Die Richtwerte sind seit 2016 nahezu unverändert, die Kaufpreise stiegen um rund 60 Prozent – bei allerdings sehr wenigen Verkäufen.

Für eine konkrete Immobilie heißt das: Der Bodenrichtwert ist ein guter Anhaltspunkt, ersetzt aber keine Bewertung, die die aktuellen Verkäufe in der Nachbarschaft kennt.

Brandenburg an der Havel im Detail

Für unsere Stadt gibt es die Bodenrichtwerte aller 142 Zonen, eine Adresssuche und die Entwicklung jeder einzelnen Lage seit 2016 in unserer Bodenrichtwert-Auskunft.

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Für Redaktionen

Nutzung durch Redaktionen: Tabelle, Diagramm und Kennzahlen dieser Seite dürfen Sie unentgeltlich in redaktionellen Beiträgen (Print, online, Rundfunk, soziale Medien) veröffentlichen, auch gekürzt oder grafisch neu gestaltet, sofern die Zahlen nicht sinnentstellend verändert werden. Bitte geben Sie als Quelle an: „Auswertung: IMMOBRA GmbH (immobra.de/bodenrichtwerte-staedtevergleich) auf Grundlage der Bodenrichtwerte © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im Land Brandenburg 2026 / GeoBasis-DE/LGB, dl-de/by-2-0, Daten verändert“. Online bitten wir um einen Link auf diese Seite. Die Rohdaten stellen wir auf Anfrage als Tabelle bereit; für sie gilt dieselbe Quellenangabe.

Ansprechpartner für die Presse: René Lindelaub, Geschäftsführer der IMMOBRA GmbH
Telefon 03381 212411 · info@immobra.de

So haben wir gerechnet

Städte

Die 25 Städte mit Stadtrecht mit den meisten Einwohnern (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 31.12.2025). Große Gemeinden ohne Stadtrecht wie Blankenfelde-Mahlow, Kleinmachnow oder Schönefeld sind nicht enthalten.

Werte

Grundlage sind die amtlichen Bodenrichtwerte aller Zonen mit Nutzungsart Wohnbaufläche. Der Wert „Mittel“ ist der Median dieser Zonen zum 1.1.2026, nicht nach Fläche oder Zahl der Verkäufe gewichtet. Wassergrundstücke und besondere Lagen sind enthalten, soweit sie als Wohnbauzone geführt werden.

Entwicklung

Verglichen werden nur Zonen, die es Anfang 2016 schon unter derselben Nummer gab. Die Stichtage bis 2020 lagen auf dem 31.12., seit 2022 auf dem 1.1. – der Wert zum 31.12.2015 ist daher der Stand Anfang 2016. Hat weniger als die Hälfte der heutigen Zonen einen Vergleichswert, zeigen wir keinen Zehnjahresvergleich.

Bodenrichtwerte: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im Land Brandenburg 2026 und © GeoBasis-DE/LGB, dl-de/by-2-0, abgerufen am 30.09.2026 über ogc-api.geobasis-bb.de/boris (boris.brandenburg.de). Die Daten wurden von der IMMOBRA GmbH verändert: zusammengefasst zu Medianwerten je Stadt, Veränderungsfaktoren und einem Index (2016 = 100).
Kaufpreisentwicklung: © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte BB 2025 (Grundstücksmarktberichte 2025 der Gutachterausschüsse in der Landeshauptstadt Potsdam, im Landkreis Barnim sowie im Landkreis Oder-Spree und der Stadt Frankfurt (Oder)), dl-de/by-2-0, gutachterausschuss.brandenburg.de. Veränderungsraten von der IMMOBRA GmbH aus den dort veröffentlichten Bodenpreisindizes berechnet.
Einwohner: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Stand 31.12.2025.
Amtlich und maßgeblich sind allein die Veröffentlichungen der Gutachterausschüsse.